SO MACHEN SIE IHR NOTEBOOK SICHERER
Sie sind klein, leicht, günstig und liegen derzeit voll im Trend: Netbooks. Wer mit seinem Net- oder Notebook auf Reisen geht, der läuft Gefahr, Opfer krimineller Langfinger zu werden. So ein Zehn-Zoll-Winzling kann schließlich spielend einfach in einer Hand- oder sogar Jackentasche verschwinden. Damit den Dieben mit dem Gerät nicht auch sensible Daten in die Hand fallen, beachten Sie die folgenden sieben Punkte.

1. Sichern Sie ihr Notebook mechanisch!
2. Verwenden Sie ein Passwort fürs BIOS!
3. Vergeben Sie ein Kennwort für Ihre Windows-Anmeldung!
4. Nutzen Sie einen USB-Stick als zusätzlichen Zugangsschlüssel!
5. Verschlüsseln Sie Ihre Festplatte!
6. Arbeiten Sie mit einem Passwort-Manager !
7. Installieren Sie eine Anti-Virensoftware!

So gerüstet sind Sie für den Fall der Fälle erstmal auf der sicheren Seite.
 

 1. Sichern Sie ihr Notebook mechanisch
Wenn Sie im Zug nur kurz Ihren Platz für den Gang zum Speisewagen verlassen, ist es unbequem, das Notebook durch alle Waggons zu schleppen. Ketten Sie Ihren Schatz einfach und zuverlässig über den Kensingtonport mit einem hochwertigen Notebook-Schloss an. Ähnlich wie bei einem Fahrradschloss ist das Notebook nur mit dem dazugehörigen Schlüssel zu befreien. Dies können Sie auch auf Messen, Ausstellungen und in Konferenz-Räumen als Diebstahl-Schutz verwenden, ohne jedesmal Ihr komplettes Notebook mit zur Toilette nehmen zu müssen.

Kensington MicroSaver Notebookschloss
 

 2. Verwenden Sie ein Passwort fürs BIOS
Gerade bei Notebooks finden Sie im Setup unter "Passwords" häufig die Möglichkeit, ein System- und/oder ein Festplatten-Passwort zu vergeben. Lassen Sie diese Möglichkeit nicht ungenutzt, den Unbefugten schon vor der Tür abzufangen! Kennt ein Fremder das Systempasswort nicht, verweigert das Notebook den Start des Betriebssystems. Das Kennwort für die Festplatte sorgt dafür, dass das Laufwerk nur in Ihrem Notebook funktioniert. Selbst wenn die Festplatte in einen anderen Rechner eingebaut wird, bleiben die Daten so geschützt!
 
 3. Vergeben Sie ein Kennwort für Ihre Windows-Anmeldung
Eine kleine - aber wirksame - Sperre die Sie auch anwenden sollten, weil sie sofort anwendbar ist. Zusätzlich sollten Sie diese Daten anfordern lassen, wenn sich Windows vom Bildschirmschoner oder aus dem Standby-Modus zurückmeldet. Sollten Sie aber keine Lust haben, ihr Gehirn mit eigenartigen kryptischen Buchstaben-Zahlen-Sonderzeichen Kombinationen zu belasten, schauen Sie sich den nächsten Punkt genauer an.
 
 4. Nutzen Sie einen USB-Stick als zusätzlichen Zugangsschlüssel

Entweder Sie laden sich auf einen einfachen Stick die Freeware „Stick Security“ herunter. Diese Software legt eine Passwortdatei auf Ihrem Stick ab. Entfernen Sie diesen, sperrt sich das Notebook gegen Maus- und Tastatureingaben. Wahlweise meldet es auch den Nutzer ab oder fährt den Rechner herunter. Selbst der abgesicherte Modus von Windows kann so umgangen werden. Oder Sie verwenden gleich einen biometrischen USB-Stick. Nur über diesen Stick ist dann der Zugang zu Ihrem Computer möglich. Der USB-Stick wird einfach auf Ihren Fingerabdruck programmiert und verwehrt fortan jedem Unbefugten den Zutritt.

Transcend JetFlash J220
 

 5. Verschlüsseln Sie Ihre Festplatte

Erste Wahl ist hier die Freeware „TrueCrypt“. Diese Software verschlüsselt nicht nur USB-Sticks, Disketten oder Festplatten-Partitionen, sondern legt auch ganze virtuelle Verzeichnisse an, die zwar wie eine normale Festplatte genutzt werden können, durch einen 128- oder 256-Bit-Schlüssel aber sicher vor fremdem Zugriff geschützt sind. Die Open-Source Software „TrueCrypt“ bietet gleich ein ganzes Arsenal unterschiedlicher Algorithmen, um Ihre Daten zu schützen. Kinderleicht können Sie physikalische Laufwerke codieren oder ein virtuelles Laufwerk erstellen, in dem Sie dann sensible Daten ablegen.

www.truecrypt.org
 

 6. Arbeiten Sie mit einem Passwort-Manager

Kein Mensch kann und will sich mehrere Passworte für sämtliche Shops, Foren etc. im Kopf merken. Ein und dasselbe Passwort immer wieder zu verwenden verbietet sich jedoch. Eine Passwort-Verwaltungssoftware wie z.B. „KeePass" leistet hier große Dienste! Diese speichert, verwaltet und fügt auf Wunsch auch Kennwörter, Benutzernamen und andere Zugangsdaten. Geschützt wird der Zugriff durch ein einziges Masterpasswort, so dass man sich nicht mehr sämtliche Passwörter merken muss. Wird ein neues Login benötigt, ist dies auch kein Problem: Auf Knopfdruck erstellt der integrierte Passwort-Generator (nahezu) unknackbare Passwörter. Die portable Version der Software muss nicht einmal installiert werden – ein Entpacken auf USB-Stick oder Festplatte genügt.

www.keepass.info
 

 7. Installieren Sie eine Anti-Virensoftware

Diese muss regelmäßig aktualisiert werden und sollte gründlich arbeiten und das Notebook nicht ausbremsen. Ideal hierfür ist z.B. „Internet Security für Notebooks“ von G-Data. Diese Antivirensoftware wurde speziell für Notebooks entwickelt und wird zur einfachen Installation mit USB-Stick ausgeliefert. Dank spezieller Virenerkennungs-Algorithmen und ausgebuffter Scantechnologie arbeitet das Tool undbemerkt und effektiv im Hintergrund. Ergebnis: Sicherheit ohne Geschwindigkeitsverlust.

G Data InternetSecurity für Netbooks 2010